10tes Dax-Treffen in Vise´ (Belgien) am Sonntag, den 27. Juli 2003
Ob wir da hin fahren? Natürlich, denn schon im letzten Jahr hatte uns dieses Bonsai -Treffen
sehr gut gefallen.
So machten wir uns im Konvoi mit zehn PKW aus Deutschland am Sonntag morgen auf den
Weg nach Vise´. Nach einigen kritischen Blicken zum Himmel
(es hatte die ganze Nacht geregnet), beschlossen wir, dass es heute trocken und schön sein
würde.
Treffpunkt war der Grenzübergang Lichtenbusch. Wir kamen wieder aus allen Richtungen
zusammen, um gemeinsam einen schönen Bonsai – Tag mit den belgischen Dax- und
Monkey-Freunden zu verbringen.

Nachdem wir gut angekommen waren und einen Parkplatz gefunden hatten, gingen wir
zunächst über die kleine Fußgängerbrücke zur
Ile Robinson.
Das Bild, das sich uns von der Anhöhe der Brücke bot, war einfach überwältigend: so viele
kleine Daxen, Monkeys, Chalys und sogar Vespa-Roller standen im Zentrum dieser
wunderschönen kleinen Maas-Insel. Wir blieben stehen und staunten, wie alle Fahrzeuge dort
in Reih´ und Glied aufgestellt waren.
Dort durften unsere Fahrzeuge natürlich nicht fehlen. In unserem Konvoi sind St 50 und ST 70
Daxen, sogar eine ST 90 (wurden nur in den USA vertrieben), sowie Monkeys und Gorillas
mitgekommen.
Nach der Anmeldung (der letzte Regenschauer des Tages war gerade niedergegangen)
fuhren wir mit unseren kleinen Schätzen auf den Platz.
Dann nahmen wir uns erst einmal Zeit, die vielen schönen Fahrzeuge anzusehen.
Die belgischen Fahrzeuge waren optisch interessant hergerichtet. Durch verschiedene
Schrauberkünste waren die meisten Fahrzeuge in ihrer Leistung gesteigert und dienen als
nützliche Alltagsfahrzeuge (so richtig originale Fahrzeuge gibt es aber nicht wirklich, oder???).

In diesem Zusammenhang fiel uns auf, dass es in Belgien sehr viele jugendliche und viele
weibliche Bonsai-Fahrer/innen gibt.
Jugendliche dürfen in Belgien Zweiräder bis 50 ccm fahren. Im Allgemeinen dürfen alle Besitzer
der Führerscheinklasse 3 (PKW) Zweiräder bis 125 ccm fahren.
Für die jungen Daxfahrer/innen sind daher ST 50 Daxen, Chalys oder Monkeys sehr
willkommene Fahrzeuge, für die ebenso wie bei uns in Deutschland nur eine Versicherung
nachgewiesen werden muss.
Da es in Belgien keinen TÜV gibt, erübrigen sich auch viele lästige Wege...
Der gesamte Tag auf der Ile Robinson war ein reiner Genuss (es blieb tatsächlich schön und
so manche Nase hatte am Ende einen Sonnenbrand). Mit der Anmeldung bekam man ein
Essen und ein Getränk, sowie zum Schluss ein Souvenir inklusive.
Alles war gut organisiert und ging friedlich und geordnet zu.
Als gegen 10.30 Uhr alle teilnehmenden Fahrer zur ersten Ausfahrt aufbrachen, war auch die
Ausfahrt gut geregelt. Es fuhr ein Servicewagen voran und Maxi-Biker begleiteten die
Teilnehmer, um ihnen z.B. die Kreuzung freizuhalten.
Die belgischen Straßen bargen einige Überraschungen in sich, so dass es auch beim ein oder
anderen zum Stürzchen kam (da hilft nur üben, üben, üben...).
Die kleinen Fahrzeuge sind außerdem sehr tierfreundlich. Ein kleiner Hund hat auf dem Schoß
des Fahrers immer Platz (es muss nicht unbedingt ein Dackel sein..).

Es gab auch viele Individualisten und Akrobaten unter den Bonsai-Fahrern. Von selbst
konstruierten Fahrzeugen (wie gesagt, der TÜV fällt weg!) gab es auch verschönerte Zweiräder,
wie die rote Felldax. Der junge Besitzer hatte diese Idee, nachdem er in einem Kinofilm mit Fell
bezogene Autos gesehen hatte. Diese Dax ist einmalig! Wenn er im Regen gefahren ist,
braucht er sie anschließend nur trocken zu föhnen...
Auch eine längere Strecke als Wheely zu fahren ist eine gute Leistung.
Chrom, Airbrush und bunte Candy-Lackierungen machten die Preisverleihung am
Ende des Tages nicht ganz leicht.
Wirklich überrascht war bei der Preisverleihung für die Kategorie „Monkey" unser Georg
Kellerhoven, der den zweiten Preis bekam und einen Pokal mit nach hause nehmen konnte.
Herzlichen Glückwunsch, Georg!
Alles in allem zusammengefasst können wir nur sagen: es war ein toller Tag (fast wie Urlaub)
auf einem tollen Platz!
An dieser Stelle herzlichen Dank an Patrick und seine Frau Cordula, die uns viele Informationen
gegeben haben.
Es kamen interessante Benzingespräche zustande (ein Mix aus englisch und deutsch) und wir
fühlten uns sehr freundlich aufgenommen.
Wir hoffen, dass wir bei den nächsten Treffen in Deutschland die belgischen Bonsai-Freunde
zahlreich begrüßen können.
Christine
Bis zum nächsten Treffen grüßt Euch herzlich
Christine Kostasch und das Team der Kölner Dax und Monkey Fahrer